Ein gefalteter Papierflieger, übersetzt in lackiertes Aluminium: eine raumgreifende Skulptur für das Gymnasium Dresden-Klotzsche, deren dunkle Flächen die Schüler:innen mit Kreide selbst gestalten.
Die Skulptur FLIEGER greift auf eine bekannte, spielerische Papierfalttechnik zurück. Ein alltägliches Arbeitsmaterial wird von der zweidimensionalen Fläche in ein räumliches Gebilde transformiert.
Zugleich eröffnen sich vielfältige Bezüge im allgemeinen wie im spezifischen Schulkontext: Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zum Dresdner Flughafen, der 1935 mit einem zivilen und einem militärischen Bereich sowie der Luftkriegsschule Klotzsche entstand — ein architektonisches Relikt aus der NS-Zeit. Die Form des Papierfliegers erinnert an einen Kampfjet und gibt Anlass, sich mit dieser historischen Entwicklung auseinanderzusetzen.
Das Ursprungsmodell wurde aus zweifarbigem Papier — Orangerot und Weiß — gefaltet, was die Lackierung nachbildet. Die dunklen Bereiche sind mit Tafellack beschichtet und lassen sich von den Schüler:innen als Display nutzen.