Eine großformatige, gefaltete Tuschezeichnung der Stadt Berlin: das Straßennetz weiß ausgespart, die Spree als einziger Farbakzent in Türkis — die Faltung lässt die flache Karte zum Relief an der Wand werden.
„Karte B" überträgt das Stadtgefüge Berlins in Tusche: Das Straßennetz bleibt als helles Geflecht ausgespart, die Flächen verdichten sich in Schraffuren und Lavierungen. Allein die Spree ist farbig gesetzt — ein türkises Band, das sich quer durch die Karte zieht.
Grundlage ist historisches Kartenmaterial Berlins: Die Zeichnung fasst verschiedene Entwicklungsstadien der wachsenden Stadt zusammen und lässt ihren Kern als Ausgangspunkt für ein fast wesenhaftes Wachsen sichtbar werden. Die Karte — das abstrahierte Abbild Berlins, gegliedert durch Straßenzüge, Wegenetze und Naturräume — wird durch Faltung weiter verlebendigt zum dreidimensionalen Objekt, das sich verändert und erweitert: ein Relief an der Wand, das die Stadtlandschaft aus der Abstraktion des Plans in den Raum zurückholt.