Eine großformatige, gefaltete Tuschezeichnung der Stadt Dresden: das Wegenetz weiß ausgespart, die Elbe als einziger Farbakzent in Türkis — die Faltung lässt die flache Karte zum Relief an der Wand werden.
„Karte D" überträgt das Stadtgefüge Dresdens in Tusche: Straßen und Wege bleiben als helles Netz ausgespart, während sich die Flächen in dichten Schraffuren und Lavierungen verdunkeln. Allein der Lauf der Elbe ist farbig gesetzt — ein türkises Band, das die Karte durchzieht und gliedert.
Grundlage ist historisches Kartenmaterial Dresdens: Die Zeichnung fasst verschiedene Entwicklungsstadien der wachsenden Stadt zusammen und lässt ihren Kern als Ausgangspunkt für ein fast wesenhaftes Wachsen sichtbar werden. Die Karte — das abstrahierte Abbild Dresdens, gegliedert durch Straßenzüge, Wegenetze und Naturräume — wird durch Faltung weiter verlebendigt zum dreidimensionalen Objekt, das sich verändert und erweitert: ein Relief an der Wand, das die Stadtlandschaft aus der Abstraktion des Plans in den Raum zurückholt.