„Kondensat III" im Kunstverein Ludwigshafen geht eine Verbindung mit dem rechteckigen Ausstellungsraum im 50-Jahre-Bau ein: die umlaufenden Fensterraster und die offenliegende Deckenkonstruktion spiegeln sich in den beschlagenen Scheiben wider.
In den regelmäßig angelegten Fächern der geschlossenen Form ruht heißes, schwarz gefärbtes Tuschewasser, abgeschlossen von Glasplatten. Der Dampf schlägt sich an den Scheiben nieder: Aus dem zunächst flächigen Beschlag bilden sich Wasserperlen, größere Tropfen und Leerstellen — ein „work in progress", das über die Zeit zu einem abstrakten Bild findet.
Das schwarz gefärbte Wasser verwehrt den Blick auf den Grund und erzeugt eine eigene illusionistische Tiefe. In Ludwigshafen tritt diese Fläche in Dialog mit dem Raum: die umlaufenden Fensterraster und die offene Deckenkonstruktion des 50-Jahre-Baus spiegeln sich in den Scheiben, die Architektur wird Teil des Bildes. Zufall und das Abgeben von Kontrolle bleiben die Arbeitsinstrumente.
„Aus eigentlicher Verdampfung entsteht ein Bild aus unzähligen Kondenstropfen. Die Künstlerin recycelt, wenn man so will, Natur."
— Peter Forster, Museum Wiesbaden (über die Schwesterarbeit Kondensat II)