KRISTALL 20, ENTFALTET — Birgit Schuh
BIRGIT SCHUH
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Kunst an wechselnden Orten · Objekt · 2016

KRISTALL 20, ENTFALTET

FormatObjekt
Jahr2016
MaterialFormholz-Hirnholzplatte, Markierungsspray, Textmarker, Tusche, diverse Schnüre und Seile
Maße145 × 220 × 220 cm
SammlungKunstsammlung Museum Wiesbaden — Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
UnterstützungTU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen; Deutsche Werkstätten Hellerau
FotosLisa Stagge, Dirk Uebele
KRISTALL 20, ENTFALTET — die entfaltete Formholz-Arbeit im Raum, Ausstellungssituation Technische Sammlungen Dresden 2016
KRISTALL 20, ENTFALTET — Ausstellungsansicht Technische Sammlungen Dresden 2016. Foto: Lisa Stagge.
Aufnahmen
KRISTALL 20, ENTFALTET — die Arbeit in der aktuellen Präsentation im Museum Wiesbaden 2026, im Bereich Moderne und zeitgenössische Kunst; links an der Wand zwei Porträts nach Andy Warhol
Museum Wiesbaden, Präsentation im Bereich Moderne und zeitgenössische Kunst 2026. Foto: Dirk Uebele.
KRISTALL 20, ENTFALTET — Ausstellungssituation in den Technischen Sammlungen Dresden 2016
Ausstellungsansicht Technische Sammlungen Dresden 2016. Foto: Lisa Stagge.
KRISTALL 20, ENTFALTET — Detail der Formholzflächen mit gespannten Schnüren und Seilen
Detail, 2016. Foto: Lisa Stagge.
Zum Werk

„Kristall 20, entfaltet" schließt sich an eine Reihe von Werken an, die in den Jahren 2012 – 2016 entstanden sind. Freundlicherweise wurde ich erneut durch die TU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen unterstützt und – was für diese Arbeit wichtig war – erstmals auch durch die Deutschen Werkstätten Hellerau, deren Technologie und Knowhow die Konstruktion der von mir als Modell vorgegebenen 3-dimensionalen Form erst möglich gemacht hat.

Auf Grundlage der „32 Kristallmodelle" entwickelte ich eine entfaltete Variante des Lehrmodells Kristall 20, die mit der leicht ansteigenden Faltung entlang des Bodens und der steil aufgerichteten Partie eine abstrahierte Art einer landschaftlicher Situation beschreibt. Die Eigenschaften des Formholzes nutzte ich, um die streng geometrische Modellstruktur mittels heißer, weißer Tusche in sich weich wölbende und aufbrechende Flächen umzuwandeln. Die verwendeten Schnüre und Seile – Materialien der Klettersportler und der Landschaftsarchitekten – die sich wie zeichnerische Linien über die Holzflächen spannen, sind zeichnerisch und formgebend gestaltende Elemente zugleich.

Die Arbeiten mit Formholz begann ich aus meinem Interesse, das Prinzip der Verformung aus der Landschaft in meine künstlerische Strategie zu übertragen. Das Material erlaubt mir eine strenge, planvolle Bearbeitung einerseits und Überführung der 2-dimensionalen Gestaltung in den 3-dimensionalen Raum unter Einwirkung von materialimmanenten, natürlichen Kräften andererseits.

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