BIRGIT SCHUH
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Freie Arbeit · Objekt · 2016

KRISTALL 20, ENTFALTET

KRISTALL 20, ENTFALTET ist eine raumgreifende Arbeit aus Formholz, bearbeitet mit Markierungsspray, Textmarker und Tusche und durchzogen von diversen Schnüren und Seilen.

Jahr 2016
Material Formholz-Hirnholzplatte, Markierungsspray, Textmarker, Tusche, diverse Schnüre und Seile
Maße 145 × 220 × 220 cm
Ausstellung Technische Sammlungen Dresden, 2016
Sammlung Kunstsammlung Museum Wiesbaden — Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
Unterstützung TU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen; Deutsche Werkstätten Hellerau
Fotos Lisa Stagge
KRISTALL 20, ENTFALTET — die entfaltete Formholz-Arbeit im Raum: eine steil aufgerichtete und eine am Boden lagernde Partie, in Grün- und Pinktönen, durchzogen von gespannten Schnüren, 2016
KRISTALL 20, ENTFALTET, 2016 — Foto: Lisa Stagge.
Aufnahmen
KRISTALL 20, ENTFALTET — die entfaltete Form im Ausstellungsraum, hinter einer Glaswand, die aufgerichtete Partie neben der leicht ansteigenden Faltung am Boden
Die entfaltete Form im Raum — aufgerichtete und am Boden lagernde Partien.
KRISTALL 20, ENTFALTET — Detail: die weich gewölbten Formholzflächen mit Markierungsspray und Tusche, überspannt von neonfarbigen Schnüren und Seilen wie zeichnerische Linien
Detail — Schnüre und Seile spannen sich wie zeichnerische Linien über die Holzflächen.
Zum Werk

„Kristall 20, entfaltet" schließt sich an eine Reihe von Werken an, die in den Jahren 2012 – 2016 entstanden sind. Freundlicherweise wurde ich erneut durch die TU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen unterstützt und – was für diese Arbeit wichtig war – erstmals auch durch die Deutschen Werkstätten Hellerau, deren Technologie und Knowhow die Konstruktion der von mir als Modell vorgegebenen 3-dimensionalen Form erst möglich gemacht hat.

Auf Grundlage der „32 Kristallmodelle" entwickelte ich eine entfaltete Variante des Lehrmodells Kristall 20, die mit der leicht ansteigenden Faltung entlang des Bodens und der steil aufgerichteten Partie eine abstrahierte Art einer landschaftlicher Situation beschreibt. Die Eigenschaften des Formholzes nutzte ich, um die streng geometrische Modellstruktur mittels heißer, weißer Tusche in sich weich wölbende und aufbrechende Flächen umzuwandeln. Die verwendeten Schnüre und Seile – Materialien der Klettersportler und der Landschaftsarchitekten – die sich wie zeichnerische Linien über die Holzflächen spannen, sind zeichnerisch und formgebend gestaltende Elemente zugleich.

Die Arbeiten mit Formholz begann ich aus meinem Interesse, das Prinzip der Verformung aus der Landschaft in meine künstlerische Strategie zu übertragen. Das Material erlaubt mir eine strenge, planvolle Bearbeitung einerseits und Überführung der 2-dimensionalen Gestaltung in den 3-dimensionalen Raum unter Einwirkung von materialimmanenten, natürlichen Kräften andererseits.

Bereits seit 2012 werde ich freundlicherweise von der TU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen, Prof. Peer Haller, in meinen Arbeiten mit Formholz unterstützt und konnte bereits mehrere großformatige Arbeiten mit diesem Werkstoff realisieren, von denen sich einige in öffentlichen Sammlungen befinden.

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