„Die Zeichnung auf vier Holztafeln ist delikat in Technik und Farbigkeit und entfaltet auf dem alten Ziegelboden einen besonderen Zauber.“
— Maren Kruse, Kieler Nachrichten, 7. Dezember 2012
Die Arbeit bezieht sich auf den Gemäldezyklus „Die Geschichte des Nastagio degli Onesti“ von Sandro Botticelli. In meiner großformatigen Zeichnung auf vier Holztafeln ist der Wald selbst das Ereignis und wird zu meiner eigenen Kulisse: düster, mit groben Schraffuren und Materialverletzungen. Wie das Raster eines Strichcodes überziehen die Baumstämme die mehrteilige Zeichnung. Bei näherer Betrachtung löst sich das Motiv in zeichnerische Strukturen auf. Die Hunde dagegen sind scheinbar real geworden, bleiben jedoch zugleich gespenstisch und nackt. Sie beugen ihre Köpfe nach unten, öffnen das Maul und machen sich scheinbar über etwas her, obwohl nichts da ist.
Das glatte, lederne Hautkleid mit historischer Schnürbrust spielt mit Nacktheit und Rüstung zugleich. Teilweise habe ich in einem hierfür angefertigten, hautfarbenen Lederkleid (HAUTKLEID) innerhalb der Präsentation performt.