SPOLIA ist eine zweiteilige Arbeit: eine freistehende, gebogene Mauer und ein Wandobjekt aus 84 Faltschachteln für Printprodukte, bearbeitet mit Linolschnitt, Druckraster-Prinzip und Gaffatape.
Die Arbeit SPOLIA bezieht sich auf Gestaltungen im öffentlichen Raum Thessalonikis zu verschiedenen Epochen: Einem hellenistischen Kieselmosaik ist das Motiv des Löwen entnommen; in Analogie zu den runden Steinen, ist das Motiv in ein Punktraster mit reliefartiger Oberfläche übertragen. Mit Linolschnitt ist ein geschnittener römischer Mosaikboden übersetzt, der heute im Archäologischen Museum Thessaloniki zu sehen ist. Mit Gaffatape ist die zeitgenössische Bodenmarkierung einer markanten Straßenkreuzung nahe des Archäologischen und Byzantinischen Museums in Thessaloniki nachgezeichnet.
Die verwendeten Materialien und Techniken sind Produkte und Arbeitsweisen aus den Bereichen Reproduktion/Druck und deren Verpackung: so dienen Faltschachteln aus Pappe in denen Flyer, Kataloge u.a. Printprodukte verpackt werden als Bildträger, Klebeband wird zum Bildgrund und Zeichenmaterial, Linolschnitt und Druckraster sind Techniken aus der Druckgrafik.
Werktext der Künstlerin. „Spolia" bezeichnet wiederverwendete Bauteile früherer Bauwerke.