BIRGIT SCHUH
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Freie Arbeit · Installation · 2016

STADTSCHICHTEN (Thessaloniki)

STADTSCHICHTEN ist eine ortsbezogene Raumzeichnung aus gespannten Schnüren. Im fensterlosen Kellerraum der Galerie überlagern sich auf zwei schwebenden, schiefen Ebenen unterschiedliche Stadtstrukturen Thessalonikis; ihre Schatten bilden auf dem Boden eine dritte Schicht.

Jahr 2016
Technik Raumzeichnung, Schnüre
Ausstellung Vlassis Art Gallery Thessaloniki (GR)
Fotos Stavros Parharidis, Dimitrios Kardogeros, Birgit Schuh
STADTSCHICHTEN — Raumzeichnung aus farbigen, neonleuchtenden Schnüren über zwei schiefen Ebenen im Kellerraum, die Künstlerin im Geflecht, Vlassis Art Gallery Thessaloniki 2016
STADTSCHICHTEN (Thessaloniki), 2016 — Raumzeichnung, Schnüre. Vlassis Art Gallery Thessaloniki. Foto: Stavros Parharidis.
Aufnahmen
STADTSCHICHTEN — die Künstlerin spannt im Geflecht aus neonpinken und gelbgrünen Schnüren, Bewegungsunschärfe
Die Schnüre werden direkt im Raum gespannt — Zeichnen als körperliche Bewegung.
STADTSCHICHTEN — die Künstlerin sitzt an der Wand, umgeben vom Fächer der gespannten farbigen Schnüre
STADTSCHICHTEN — Blick in der Tiefe durch den fensterlosen Kellerraum, die farbigen Schnüre laufen perspektivisch zusammen
Die rückseitige Kellerwand ist Teil der früheren Stadtmauer.
STADTSCHICHTEN — Detail der gespannten Schnüre und ihrer überlagerten Schatten, die auf dem Boden eine dritte Ebene bilden
Detail — die überlagerten Schatten bilden auf dem Boden eine dritte Schicht.
Zum Werk

Die epochalen architektonischen Zeugnisse der über 2000 Jahre alten Stadt Thessaloniki liegen durch Überbauung auf sehr unterschiedlichem Höhenniveau. Deutlich sichtbar ist dies vor allem bei den archäologischen römischen Stätten und byzantinischen Kirchen, die regelrecht entrückt, deutlich tiefer als die heutige Bebauung im Stadtgebiet liegen. Auf Grundlage meiner Recherchen zur Stadtstruktur Thessalonikis und aufbauend auf früheren Arbeiten, in denen ich – ähnlich einem Mauerer oder Landschaftsarchitekten – Schnüre zum Zeichnen von Wegesystemen einsetzte, entwickelte ich eine ortsbezogene Arbeit: Im fensterlosen Kellerraum spannte ich auf zwei schwebenden, schiefen Ebenen sich unterscheidende Stadtstrukturen Thessalonikis auf. Der sich überlagernde Schatten beider Schichten bildete eine dritte Ebene auf dem Boden.

Die Galerie befindet sich im ehemaligen jüdischen Viertel in Hafennähe. Die rückseitige Kellerwand ist Bestandteil der früheren Stadtmauer.

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