TOPOGRAFIE TRIANGULIRUNG — Birgit Schuh
BIRGIT SCHUH
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Kunst an wechselnden Orten · Objekt · 2014

TOPOGRAFIE TRIANGULIRUNG

FormatObjekt
Jahr2014
MaterialFormholz-Hirnholzplatte, Lack, Spray, Textmarker, Tusche, Graphit, diverse Schnüre und Seile
Maße210 × 125 × 20 cm
SammlungKunstsammlung Sächsische Staatskanzlei, Dresden
UnterstützungTU Dresden, Professur für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen
FotosLisa Stagge
Topografie Triangulirung — Formholz-Wandobjekt mit gespannten farbigen Schnüren nach dem trigonometrischen Netz Sachsens, 2014
Topografie Triangulirung, 2014 — Formholz, Lack, Schnüre.
Detailansichten
Topografie Triangulirung — Nahaufnahme der Knotenpunkte aus farbigen Schnüren und Seilen
Nahaufnahme Knotenpunkte.
Topografie Triangulirung — Detail des gespannten Schnurnetzes über dem lasierten Formholzgrund
Detail — das gespannte Netz.

Birgit Schuh transferiert auf bemerkenswerte Weise Sachverhalte aus der Theorie und Wissenschaft in künstlerische Objekte und beweist mit ihnen äußerst kreativ, dass „Kunst die Brücke sein kann zwischen Historie, Wissenschaft und künstlerischer Abstraktionsästhetik.“

— Silke Wagler über Birgit Schuh · Binnenzitat: Moritz Stange
Zum Werk

Natur und Landschaft sind die zentralen Themen in Birgit Schuhs Werk. In ihrem „Landschaftslabor" untersucht sie forschend konkrete Orte — geordnete, vom Menschen gezähmte Naturräume, die aus der Vogelperspektive schon wie geometrisch-abstrakte Gebilde wirken. Dafür findet sie eine eigene, sinnliche Form:

„Für die ‚trockene‘ Dokumentation gebändigter, topografisch genau vermessener und kartografisch bestens erfasster Landschaft wird eine neue sinnliche Form gefunden.“

Silke Wagler

„Topografie Triangulirung" geht vom trigonometrischen Vermessungsnetz des Königreichs Sachsen aus dem 19. Jahrhundert aus, das Schuh „als Bild" interessiert: Sie übersetzt seine räumlichen Aspekte zurück in eine körperlich erfahrbare Form. Ihre Themen erschließt sie analytisch-wissenschaftlich und arbeitet dabei betont strukturiert — eine Annäherung, die sich aus ihrer Affinität zur Mathematik erklärt.

Frei nach einem Text von Silke Wagler, Kunsthistorikerin und Leiterin des Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Faltblatt „Wechselstube · Kantor", 2014); das hervorgehobene Zitat im Wortlaut. Die historische Schreibweise „Triangulirung" ist bewusst gewählt.

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