BIRGIT SCHUH
Aktuell Kunst am Bau Freie Arbeiten Webdesign Methode Über mich
← Alle Kunst-am-Bau-Arbeiten
Kunst am Bau · Arp Museum · 2014

VERLASSE MICH NIE

SCHUH / VOLKMER

Gemeinsam als SCHUH/VOLKMER gestalteten Birgit Schuh und Michael Volkmer das Gästeappartement des Arp Museums Bahnhof Rolandseck zum Gesamtkunstwerk — einen „Elfenbeinturm" hoch über dem Rhein, der seine Gäste zum Verweilen einlädt.

Ort Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen
Jahr 2014
Urheber SCHUH / VOLKMER (Birgit Schuh & Michael Volkmer)
Werk Künstlerische Gesamtgestaltung der Museumswohnung (Direktauftrag)
Fotos Mick Vincenz
Verlasse mich nie — die Museumswohnung des Arp Museums, Gesamtgestaltung von Schuh/Volkmer: hellgraue Möbel, himbeerroter Tisch, Liniengeflechte auf pastellgrünem Grund, 2014
Verlasse mich nie, 2014 — Gästeappartement, Arp Museum. Foto: Mick Vincenz.
Aufnahmen
Verlasse mich nie — Blick in den Wohnraum mit Bank, himbeerrotem Tisch und der gerahmten Algrafie an der Wand
Wohnraum mit Möbeln, Leuchtobjekten und den Liniengeflechten an den Wänden. Foto: Mick Vincenz.
Am selben Ort — SOS

Im selben Projektzusammenhang entstand „SOS" — eine temporäre Gestaltung der Fassade des Wohnblocks, in dem die Museumswohnung liegt. Nachts leuchtet ein „SOS" aus den Glasbausteinen der Fassade: ein Signal über dem Rhein, das den stillen Rückzugsort von außen sichtbar macht.

SOS — Detail der leuchtenden Glasbaustein-Fassade mit roten und warmweißen Feldern
Detail der leuchtenden Glasbausteine.
SOS — die nächtlich beleuchtete Fassade des Wohnblocks am Rhein, ein leuchtendes SOS aus den Glasbausteinen, 2014
SOS, 2014 — temporäre Fassadengestaltung, nachts.
Zum Werk

Anlässlich der Ausstellung „Rapunzel & Co. Von Türmen und Menschen in der Kunst" — und dauerhaft darüber hinaus — verwandelten Schuh/Volkmer das Gästeappartement des Arp Museums in ein Gesamtkunstwerk. Es liegt in der obersten Etage eines Wohnhauses der 1960er-Jahre direkt am Rheinufer, gegenüber dem Museum, mit freiem Blick auf das Rheintal und das Siebengebirge.

Drei ästhetische Stränge strukturieren die Räume: eigens gefertigte, schlichte hellgraue Möbel — Bank, Hocker, Bett und der Tisch mit hochglänzend himbeerroter Platte; Michael Volkmers Farbton Hellelfenbein, der Wände, Decken und Leuchtobjekte überzieht und alles in eine ruhige Atmosphäre taucht; und Birgit Schuhs Algrafien von Landvermessungspunkten des 19. Jahrhunderts, deren Wegenetze sich als großflächige Liniengeflechte auf pastellfarbigem Grund über die Wände ausbreiten.

So wird das Appartement zum bewohnbaren „Elfenbeinturm" — ein Ort erhabener Abgeschiedenheit für die Gäste des Museums, den man nur ungern wieder aufgibt. „Verlasse mich nie": eine Sehnsucht, die bleibt und vielleicht immer wieder an diesen Ort zurückführt.

Nach einem Text von Jutta Mattern, Kuratorin Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

← Zur Werkübersicht Interesse an einer Arbeit? Schreib mir →